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22-23.08.2008 Großbrand Reifenlager 048 siedlung mannvoll ffsied 04.12.2009. Fahrzeugübergabe FF Siedlung 105

Von Siegfried Schmalz

Am 13.03.1934 wurde der Grundstein für die heutige Clara-Zetkin-Siedlung gelegt.

Von 1934 bis 1945 Dietrich-Eckhard-Siedlung genannt, wurde sie 1945, nach dem Ende des 2. Weltkrieges, umbenannt in Clara-Zetkin-Siedlung. 

Leider waren die Gründung und der Baubeginn der Feuerwehr, d.h., des Feuerwehrdepots, bis vor kurzem nicht bekannt.
1994 könnte, dem Gründungsdatum der Siedlung nach, also das 60jährige Jubiläum sein.

Nach intensiver Durchsicht von Unterlagen der Feuerwehr - im Jahre 1993 -wurde ein Bericht gefunden, der nun den Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr belegt. Das Protokoll der Versammlung am 20. Juli 1935 sagt eindeutig aus, dass dieser Tag der erste Tag der Feuerwehr in der damaligen Dietrich-Eckhard-Siedlung war. Leider sind keine weiteren Unterlagen mehr vorhanden.

Aus diesem Protokoll geht aber deutlich hervor, dass die Herren Paul Kurth, Erich Spann, Georg Klein, Paul Bessert, Richard Wittstock, Albert Böttcher, Emil Rudolph, Kurt Beyer, Ernst Wollenberg, Adolf Gronwald, Alfred Böttcher und Walter Aßmann in die Freiwillige Feuerwehr aufgenommen wurden.

Am 10.12.1993 wurde nun von uns der Antrag an den Rat der Stadt Eberswalde gestellt, diesen Tag als Gründungstag öffentlich anzuerkennen.

Bekannt sind auch noch weitere Namen, die als Mitglieder tätig waren, z. B. Karl Tiebe, Herr Rotkegel, Herr Hose, Leo Napieczek, Karl Grube, Günter und Peter Dietrich, Wolfgang Nest, Günter Flöher, Fred Richert, Horst Schröder, Achim Wilde, Klaus Räck und Heinz Jaekel. Bekannt ist auch, dass während des 2. Weltkrieges Bereitschaftsdienste durchgeführt werden mussten und es war eine Handspritze stationiert.

Nach dem Krieg ging es dann natürlich weiter. Als Wehrleiter ist uns Karl Tiebe bekannt. In der Siedlung machte den Feuerwehrmännern zu damaliger Zeit oft das Schmelz- und Regenwasser, besonders im Frühjahr zu schaffen. Laufend war der Feuerlöschteich (stets nur "Pool" genannt) Überschwemmt, und die Keller der Anlieger waren voller Wasser.

Als wirksame Maßnahme musste dann der Pool ausgebaggert werden und ein Abfluss geschaffen werden. Der Abfluss verläuft durch die             John- Schehr - Straße bis zum Grundstück
Jäckl / Baumgarten, über einen Graben in Richtung Finowkanal. Der Begriff "ausgebaggert" ist übertrieben, denn es wurde mit Schaufel, Spaten, Schienen, Loren und Muskelkraft gearbeitet.

An der Nord- und Ostseite der Siedlung wurde ebenfalls ein tiefer Graben angelegt, der das Schmelz- und Regenwasser ableitete.

Als zu löschender Brand - was einem bei der Feuerwehr immer als erstes einfallt - ist eigentlich nur ein Brand im Chemie-Kabinett der Schule bekannt.

Die Aufgaben der Männer hatten allerdings ein größeres Umfeld. Den älteren Einwohnern der Siedlung sind Namen wie: Buckow, Blütenberg, "Karnickelberge", Ferdinandsfelde und Feldtorge noch ein Begriff. Dort gingen schon einmal eine Scheune oder ein Stall in Flammen auf. Trotz dem diese Orte in einiger Entfernung liegen, wurde die Feuerwehr der Siedlung und die Feuerwehr von Lichterfelde gerufen. Meist war nicht mehr viel zu retten, aber ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude musste verhindert werden.

Ein Beispiel von Herrn Ernst Woilenberg, allen bekannt als Fuhrmann: In Blütenberg stand eine Stallung mit Tieren und Stroh in Flammen. Aufgrund der schlechten Weg Verhältnisse blieb die moderne Technik im Morast stecken. Die Siedlung mit Handpumpe und Pferdegespann aber kam am Brandort an. Diese Handpumpe soll übrigens im Feuerwehrmuseum in Eisenhüttenstadt stehen.

In Lichterfelde stand eine große Feldscheune des Großbauern Raasch in Flammen, auch hier wurde die Hilfe der Siedler-Feuerwehr benötigt. Bekannt ist weiterhin, dass eine Getreidemühle am Ortsausgang von Lichterfelde - nach Altenhof - abgebrannt ist.

Ein Bericht eines ehemaligen Feuerwehrmannes besagt, dass zu seiner Zeit, er ist 1949 der FFW beigetreten, die Technik auch anders eingesetzt wurde. Es gab schon eine TS4 Motorpumpe, das bedeutete eine Fördermenge von 400 Litern pro Minute. Diese wurde von der damaligen Bauunion angefordert, zwecks Erdarbeiten - Gräben verfestigen - in der Pionierrepublik "Wilhelm Pieck" in Altenhof.

Aufgrund einer Absprache beim Rat der Stadt Finow wurden Achim Wilde und ich Mitglieder der FFW. Das war im Jahre 1962.

Jahrzehntelang war Klaus Räck Wehrführer und wir waren Finow unterstellt. Unsere Ausbildung fand unter Leitung eines sehr erfahrenen Feuerwehrmannes aus Finow statt. Er war der Kamerad Adolf Weiter. Der Weg von Finow zur Siedlung musste natürlich von ihm mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.

Als Wehrführer war in Finow Jupp Klier tätig. Als Technik stand ein K 30 von ROBUR zur Verfügung. Uns selbst stand leider nur das alte Gerätehaus, ein TSA, also ein Hänger mit TS8, zur Verfügung.

Ein altes Gerätehaus, unzureichende Technik und schlechte Löschwasserversorgung waren jahrzehntelang das Hauptthema auf unseren Jahreshauptversammlungen in Finow oder in Eberswalde. Zu diesen Anlässen wurden wir von einem Finower Löschfahrzeug geholt und wieder zurückgebracht.

Trotz der genannten negativen Umstände waren wir jedoch immer aktiv und einsatzbereit. Als positiv stellte sich heraus, dass wir Verbindung mit der Schule aufnahmen und eine Jugendfeuerwehr ins Leben riefen. Damals als "Junge Pioniere" bekannt. Es waren praktisch die Kameraden von heute, z. B. Bernd Kraft und Jürgen Schulz. Unter Leitung des Kam. Räck hatten wir uns ein gutes Grundwissen erarbeitet. So nahmen wir an vielen Kreisausscheiden teil und belegten beachtlich gute Plätze.

Entgegen unserer Eigeninitiative erhielten wir von seilen der Verantwortlichen keine Hilfe oder Unterstützung. So kam es, dass der gute Wille auf den Tiefstand sank und niemand mehr motiviert war. Das Gerätehaus verfiel, wie leider auch im Allgemeinen sehr viele Gebäude. Es regnete durch das Dach des Gerätehauses. Die Kinder verschafften sich Zugang durch die Türen, welche mit desolaten Türschlössern versehen waren. Ein Spielplatz war gefunden, aber auch Zerstörungswut kam zum Ausbruch, so dass Türen, Fenster, selbst das Mauerwerk beschädigt wurden. Diese Tatsache wurde von den Kameraden Karl Trill, Helmut Kraft, Achim Wilde und mir mit Wehmut betrachtet und aufgrund der Nähe meines Wohnhauses zum Depot war es meist ich, der versuchte, zu retten, was zu retten war oder auch manchmal das Gespräch mit den Kindern suchte, um vorzubeugen, dass niemand der Kinder In der Fast-Ruine zu schaden kam.

Unsere Gruppe bestand zu diesem Zeitpunkt aus folgenden Kameraden: Klaus Räck, Karl Trill, Helmut Kraft, Achim Wilde, Fred Richard, Bernd Kraft und Siegfried Schmalz.

Zu dieser Zeit kam es zum Glück, nur einmal, zu einem Wohnhausbrand in der Siedlung. Mitten in der Nacht, um 0.15 Uhr, alarmierte man uns mittels der Sirene auf dem Schulgebäude. Es war aber doch gar keine Nachtübung in Finow angesagt...

Also raus aus dem Bett und im Laufschritt zum Depot. Es standen alle Tore weit offen und auf meine Frage, was los sei, deutete Klaus Räck nur in Richtung Süd-West. Es war ein sonderbares Gefühl, als ich den Feuerschein sah. Eines unserer schönen Siedlungshäuser stand in Flammen. Es war das Haus der Familie Lüge, am Ende der Fichtestraße/Ecke Fontanestraße. - Einmal nicht achtsam genug und schon ist es passiert, Frau Lüge musste zur Nachtschicht und hatte wohl das Bügeleisen vergessen -

Unser TSA musste natürlich mit Muskelkraft zum Kanal gezogen werden, um von dort aus den Brand zu bekämpfen. Da sich der Brand jedoch schon ziemlich weit entwickelt hatte, entstand ein recht großer Schaden und unser Einsatz dauerte bis 5.00 Uhr morgens an. Obwohl wir auf unsere Muskelkraft angewiesen waren, erreichten wir als erste das Brandobjekt.

Dass in der Siedlung nicht mehr passiert ist, ist wohl auch der Tatsache zu verdanken, dass großer Wert auf den vorbeugenden Brandschutz gelegt worden ist. Einmal im Jahr wurden fast alle Häuser daraufhin kontrolliert.

Ebenfalls in diese Zeit fiel ein größerer Brand in Eberswalde. Bei der Berger/ Höhe Zimmerstraße befand sich das Gaswerk. Bei einer Reparatur in einem Reglergebäude muss es zu einer Funkenbildung gekommen sein. Dies führte zu einer mächtigen Explosion und das Gebäude flog buchstäblich in die Luft. Das tragischste war, dass dabei Tote zu beklagen waren. Wir mussten schon im Einsatz befindliche Kameraden ablösen, und vor uns befand sich sogar ein sowjetisches Löschfahrzeug.

Da wir, wie bereits erwähnt, etwa 1985 mit allem am Ende waren, stand für uns folgende Frage: "Wie soll es weitergehen - Aufgeben oder Neuanfang?" Bisher hatten alle Bemühungen und Diskussionen umsonst stattgefunden. Doch Aufgeben wollten wir nicht! Wir brauchten ein Löschfahrzeug, besser gleich noch ein neues Depot oder Gerätehaus, denn das alte Depot war für ein Löschfahrzeug zu klein.

Um Überhaupt weiter zu kommen, brauchten wir vorerst ein Projekt. Damit wurden unsere Vorstellungen erst einmal zu Papier gebracht und weitergereicht. Wir fanden glücklicherweise beim Rat der Stadt jemanden, der uns unterstützte, denn der Kampf gegen die Bürokratie war schon damals nicht leicht. Durch unsere Ausdauer haben wir es geschafft und der Bau konnte beginnen.

An dieser Stelle möchte ich einfügen, dass wir zwischenzeitlich ein kleines Löschfahrzeug erhalten haben. Es war ein KLF B1000 und passte gerade so in unser altes Feuerwehrhaus. Im Allgemeinen war so etwas immer mit einem feierlichen Anlass zu vergleichen. In diesem Fall war es aber anders.

Eine formlose Übergabe, der Kamerad Räck brachte es allein eines Abends von Eberswalde mit zur Siedlung. Das Baujahr des Fahrzeugs war 1986, der Preis: 56.000 Mark. Die Überführung von Görlitz nach Eberswalde war am 04.07.86. Die erste Fahrt fand am 17.01.87 statt. Laut Fahrtenbuch war es zur Brandschutzaktiv Tagung durch Kam. Räck. Wir hatten nun wieder das erste Mal Gelegenheit, aktiv zu werden. Ein kleines Fahrzeug für  5 Kameraden zugelassen, auch 6 oder 7, bestückt mit einer TS8 und einem Schlauchhänger. Das war schon etwas und wir konnten jetzt wieder neue Kameraden für die Feuerwehr begeistern. Dieses Fahrzeug hatten wir bis zum 08.10.91 (Übergabe am 9. Okt. an Eberswalde). Doch weiter zu unserem Neubau ...

Waren schon die Vorbereitungen nicht einfach, so war der Bau des Gebäudes selbst anstrengend. Da es für die Stadt kostengünstig sein musste, erbrachten wir größtenteils Eigenleistungen. Zu sehen, wie der Bau voranging, entschädigte uns andererseits erheblich und es entsteht eine etwas besondere Beziehung dazu.

Die Bauvorbereitungen begannen Anfang 1988, die Grundsteinlegung war am 15.10.89. Einschließlich unserer neuen Kameraden waren alle am Bau beteiligt. Besonders froh waren wir, die älteren Kameraden und besonders aktiv war unser ältester Kamerad, Karl Trill, seit 1941 Mitglied.

Als Maurer waren tätig: Kamerad Jürgen Schulz sowie die Herren Günter Schulz, Gerhard Schulz und Fred Schulz. So entstand der Rohbau durch uns, samt Richtkrone und Dach. Das Fundament wurde maschinell vom BKM Ost errichtet. Als Maler halfen Herr Werner Gresler und ein Fußbodenleger aus Berlin.

Es ist zu betonen, dass wir uns im Klaren waren, dass sehr viel auf uns zukam. Die Organisation, Transporte, Beratungen und schließlich die Bauausführung selbst. Parallel hieß es: Schulung und die Arbeit mit den Kameraden. So kam es, dass am 14.12.89 ein Leitungswechsel stattfand. Für den Kameraden Räck wurde der Kamerad Bernd Kraft gewählt. Eine Bemerkung dazu: Dass diese Entscheidung richtig war, hat sich bis heute bestätigt. Klaus Räck akzeptierte diese Entscheidung nicht und gab jegliche Arbeit in der Feuerwehr auf.

Inzwischen ereignete sich die Wende und das Ende der DDR war gekommen. Weitere Arbeiten am Depot wurden nun von Firmen ausgeführt, z. B. Landbau Golzow. Die gesamte Elektrik sowieso, aber auch weitere Arbeiten zur Fertig-Stellung. Das Projekt nannte sich "Um- und Ausbau der 3. Kommandostelle Clara-Zetkin-Siedlung.

Unbedingt erwähnen möchte ich aber, dass wir eine große Hilfestellung durch den Wehrleiter von Eberswalde, Kommandostelle 1 der FFW Eberswalde, Kamerad Reiner Dehmke, erhalten haben.

Das Datum der Grundsteinlegung: 15.10.89, das Datum der Einweihungsfeier war der 24.07.91. Bis zum Zeitpunkt Febr. 94 konnte man sagen, dass das Gebäude voll unseren Ansprüchen genügte. Unseren Vorstellungen entsprechend, war alles vorhanden. Der Schulungsraum ist so groß, dass er sogar für kleinere Veranstaltungen geeignet ist, z. B. der Volkssolidarität oder für Weihnachtsfeiern, auch Skatabende werden dort ermöglicht.

Einiges zu unserer Technik: Durch die Verbindung der Stadt Eberswalde mit unserer Partnerstadt Delmenhorst blieb auch ein Feuerwehrtreffen nicht aus. So entwickelte sich eine Sympathie und echte Freundschaft unter den Kameraden. Aus diesem Grunde fassten die Delmenhorster Kameraden den Entschluss, der Kommandostelle Clara-Zetkin-Siedlung ein zwar älteres, aber in einwandfreiem Zustand befindliches LF vom Typ Magirus bereitzustellen. Am 30.05.91 war es soweit, um 20.30 Uhr rollte der Delmenhorster Zug in die Clara-Zetkin-Siedlung ein. Neben den Wehren aus Eberswalde, Finow und der Siedlung waren auch Bürgermeister, Ortsteil-Bürgermeister Gruzialewski und Dezernent Trill sowie der Leiter der Wehr in Eberswalde, Kam. Peukert, erschienen. Ein Fahrzeug desselben Typs wurde ebenfalls an die FFW Finow übergeben. Die feierliche Übergabe fand unter Leitung des Delmenhorster Stadtdirektors, Bramlage, und des Amtsleiters vom Brandschutzamt, Hübner, statt.

Damit stand uns nun ein Fahrzeug mit einer Pumpenleistung von 1600 Litern pro Minute zur Verfügung. Diese für uns neue Technik musste binnen kürzester Zeit beherrscht werden. Als Maschinisten standen die Kameraden Dieter Villmann, Gerd Jaekel, Peter Binder und Siegfried Schmalz zur Verfügung. Unser erster Einsatz mit diesem LF16 geschah am 18.08.91. Es war der Tag, an dem der Militärflughafen in Finow/Finowfurt von der Bevölkerung besichtigt werden konnte, und dieses große Ereignis musste von uns, zusammen mit der Wehr in Finow, abgesichert werden.

Am 28.09.91 kam es zu einem Brand in Karlshöhe. Dort musste ein Hob- und Lagerschuppen gelöscht werden. Wie bereits erwähnt, wurde unser KLF B1000 am 09.10.91 an Eberswalde abgegeben.

Zum Brandgeschehen 1992: Am 05.06. und 08.06.92 waren wir zusammen mit den Lichterfelder Kameraden zu einem Einsatz auf dem KIM-Gelände gerufen worden. Am 29.06. und am 10.07.92 mussten wir ein großes Getreidefeld am Buckowsee löschen.

Am 16.09.92 ereignete sich leider ein tragischer Unfall in der Siedlung, bei dem ein Fahrer eines PKW verstarb. Trotz unseres schnellen Eintreffens am Unfallort kam jede Hilfe zu spät.

Ein erfreuliches Ereignis fand am 08.05.92 statt: die Gründung der Jugendfeuerwehr. Es ist sehr schön zusehen, mit welchem Eifer die jungen Kameraden, unter Leitung des Kam. Jürgen Schulz, bei der Sache ist. Aus der Siedlung sind 7 Jugendliche und inzwischen (seit 1993) kommen 5 Jugendliche aus Finow zu uns. Hier erfahren sie - aufgrund der vorhandenen Technik - auch eine gute Ausbildung. Weiterhin ist unser Wehrleiter, Bernd Kraft und die Kameraden Jürgen Schulz, Daniel Fröhlich und Silvio Gresch ebenfalls an der derzeitigen sowie früheren Jugendarbeit aktiv beteiligt.

Einen Höhepunkt möchte ich an dieser Stelle erwähnen: Am 29.09.92 wurde der 70. Geburtstag unseres ältesten Kameraden, Karl Trill, gefeiert. Gut organisiert, und mit großem Eifer beteiligten sich die Kameraden der FFW Eberswalde und der Siedlung sowie ein Spielmannszug. Karl Trill, selbst einmal Mitglied in einer Schallmeien-Kapelle (des Walzwerk Finow), wird diesen Tag in bleibender Erinnerung behalten.

Machen wir einen Sprung ins Jahr 1993. Mit dem Brandgeschehen können wir zufrieden sein. Am 28.11.93 kam es lediglich zu einem Schuppenbrand in der Fontanestraße, ausgelöst durch einen Mülltonnenbrand. Ebenfalls brannte eine Mülltonne am 13.12.93 in der Fichtestraße. Erheblich gesteigert hat sich allerdings das Unfallgeschehen. Das betrifft jedoch mehr die hauptamtlichen Kräfte und die Freiwillige Feuerwehr in Finowfurt, bedingt durch die Autobahnnähe. In den Kreis Eberswalde wurden im übrigen die Gemeinden Sommerfelde und Tornow integriert. In Sommerfelde waren wir 1993 beim Dorffest präsent und durch die Jugendfeuerwehr aktiv.

In Tornow fand 1994 unsere Jahreshauptversammlung statt. Durch diese Gemeinden "bereichert", konnte am 15.05.93 In einem größeren Rahmen der "Erste Eberswalder Stadtfeuerwehrtag" durchgeführt werden. Ein Umzug, Vorführungen und die Zurschaustellung der Technik auf dem Marktplatz begeisterte die Eberswalder und Gäste.

Ein Ereignis ist aber für unsere Kameraden in der Clara-Zetkin-Siedlung 1993 noch von großer Bedeutung. Während unser Gerätehaus bereits eine Selbstverständlichkeit darstellte, bekamen wir im Juni 1993 ein nagelneues Löschfahrzeug vom Typ IVECO, LF 16/Ts8, vom Kreisbrandmeister Gerhard Grünberg und vom Dezernenten Thomas Engel übergeben. Von den Dingen, von denen wir älteren Kameraden jahrzehntelang geträumt haben, sind nun eigentlich alle Ziele und Wünsche erreicht worden. Und wenn die älteren auch nicht mehr so aktiv sein können, für unsere Nachfolger haben wir nicht umsonst gekämpft.

Im Jahre 1994 hat sich weiteres getan. Im Laufe der Zeit hat es sich gezeigt, dass es für die Jugendlichen im Allgemeinen leider keinen attraktiven Treffpunkt gibt. Diese Problematik wurde dem Ortsteil-Bürgermeister von Finow, Herrn Gruzialewski, bekannt gemacht.

So entstand dann die Idee, unseren Versammlungsraum für die Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Inwieweit sich dieses bewahrt, wird sich erst zeigen.

Zum heutiger Zeitpunkt ist erkennbar, dass wir unsere Fahrzeughalle doch etwas zu klein charakterisieren müssen. Das LF 16 passt zwar hinein, aber es bestehen bestimmte Normen. So ist für einen Schlauchanhänger oder einen TSA - besonders bestimmt für die Arbeit mit der Jugendfeuerwehr - kein Stellplatz vorhanden.

So wurde ein Kompromiss geschlossen und ein Anbau genehmigt. Das bedeutete wiederum, dass unser altes, zum Ortsbild passendes, Feuerwehrdepot weichen musste - von etwa 1934 bis 1994 (60 Jahre bestehend). Es kam bei uns älteren Kameraden ein wenig Wehmut auf. Aber als Ruine oder Baudenkmal konnte es nicht stehen bleiben. Der Abriss fand am 04., 05. und 06. März 1994 statt. Tatkräftige Hilfe erhielten wir durch die Kameraden der FFW Eberswalde.

Der Anbau wurde am 30.11.94 begonnen. Zurzeit stehen die Mauern und das Dach ist fertig. In diesem Zusammenhang ist vielleicht zu erwähnen, dass jetzt, Februar 1995, unsere Kohleheizung durch eine neue Gasheizung ersetzt wird.

Einige Ereignisse aus dem Jahre 1994: Am 30.04.94 kam es zu einem Brand im Jugenddorf. Eine Wohnbaracke wurde dabei völlig zerstört und zwei weitere stark in Mitleidenschaft gezogen. Da aber das Jugenddorf nicht mehr genutzt wird und die Zukunft ungewiss ist, ist der Schaden nicht von größerer Bedeutung. Am 10.05.94 standen dunkle Rauchwolken über dem alten Walzwerk (in Eisenspalterei). Dabei wurden mehrere Räume ein Opfer der Flammen. Doch bekanntlich wird dieser Betrieb auch nicht mehr genutzt. Gefährlich gestaltete sich die Situation jedoch, da sich in unmittelbarer Nähe ein Trafohaus und ein altes Tanklager einer ehemaligen GUS-Liegenschaft befinden.

Zu erwähnen ist, dass wir natürlich, auch bedingt durch unsere Technik, gern gesehen waren bei der Durchführung des Kinderfestes am 08.05.94. Das gleiche traf am 12.06.94 zu, es wurde das Siedlerfest gefeiert, besser gesagt, der 60. Geburtstag der Siedlung.

Der Bericht wäre unvollständig, wenn wir nicht die gute Zusammenarbeit mit den Hauptverantwortlichen betonen würden. Ob beim Feuerwehrdezernenten Christian Trill oder dem Stadtbrandmeister Thomas Peukert, sie finden immer Verständnis für unsere Probleme, z. B. Funktechnik, Bekleidung oder die Organisation der Arbeit mit den Jugendlichen. Zum Abschluss dieser Chronik möchte ich unbedingt ein wichtiges Ereignis nennen, welches die Wichtigkeit des Brandschutzes unterstreicht.
Die Übergabe der modernsten Feuerwache in den neuen Bundesländern (in Finow) stellte für uns alle einen bedeutenden Höhepunkt dar. Es war der 16.12.1994.