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Freiwillige Feuerwehr Clara - Zetkin - Siedlung

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Gehen zusammen durch Feuer und Flammen

Die Zeiten haben sich geändert (moz) Eberswalde MOZ)

Zu 55 Einsätzen rückte die Freiwillige Feuerwehr Clara-Zetkin-Siedlung im Jubiläumsjahr aus.  Besonders die Brandstifter, die in Eberswalde ihr Unwesen trieben,  forderten die Helfer. Mit einem Tag der offenen Tür feierte die Wehr ihr 75-jähriges Bestehen - und erhielt ungewöhnlichen Zuwachs.

Diese Aussage kann Bernd Kraft ohne Zögern treffen. €ž”Technische  Hilfeleistungen und Brände sind mehr geworden”, sagt der Leiter der  Freiwilligen Feuerwehr Clara-Zetkin-Siedlung. Seit über 40 Jahren gehört er zur Wehr, aber die ersten Monate des laufenden Jahres sind auch für  ihn extrem gewesen. Erst die vielen Schnee-Einsätze auf den Dächern,  dann die nervenaufreibende Brandserie, bei der zwei Mitglieder aus den  eigenen Reihen am Werke waren. Immer standen die drei Frauen und 15  Männer der Freiwilligen Feuerwehr ihren Mann, sprangen teilweise sofort  nach ihrer normalen Arbeit in die Feuerwehrkluft.

Kreisbrandmeister, Kreisfeuerwehrverband und Eberswalder Berufsfeuerwehr wissen diese  Unterstützung zu würdigen. €ž”Wir bedanken uns für die Einsatzbereitschaft der letzten 75 Jahre, für das ehrenamtliche Engagement, nicht nur bei  Einsätzen, sondern auch bei Übungen”, sagt Kreisbrandmeister Silvio  Salvat-Berg bei der Ehrung. Gemeinsam mit Günther Forscher vom  Kreisfeuerwehrverband überreichte er im Namen von Landrat Bodo Ihrke ein Feuerwehrauto-Modell.  ”Gerade bei den Feld- und Wiesenbränden verlassen wir uns darauf, dass die Clara-Zetkin-Siedlung auch im Einsatz ist”,  betonte Nikolaus Meier, Leiter der Berufsfeuerwehr. Sie ist die einzige  Freiwillige Wehr der Stadt, die über ein Tanklöschfahrzeug verfügt und  viel Wasser mitführen kann.

Viel  Wasser hatte auch der Himmel an diesem Sonnabend für die Feuerwehrleute  übrig. Während der Ehrung und Begrüßung holten sich die im Halbkreis vor der Bühne aufgestellten Männer und Frauen nasse Schultern. Christoph  Zielke und Marco Lippe (beide Tornow) erhielten für treue Mitgliedschaft Kupfer bzw. Bronze. Thomas Konietzky und Eric Brügemann aus Finow  wurden zu Feuerwehrmännern befördert, Robert Fehlau (CZS) zum  Hauptfeuerwehrmann.

Ein besonderes  Geburtstagsgeschenk erhielt die Siedlungswehr mit einem ungewöhnlichen  Neuzugang. Hanfried Seese, 54 Jahre alt und pensionierter Stabsfeldwebel der Bundeswehr, wird künftig die Löschtruppe verstärken. “€žDas ist eine  absolute Seltenheit, dass wir einen Mann mit so viel Erfahrung  dazugewinnen”, freut sich Nikolaus Meier. Vor allem sein  Lkw-Führerschein mache Hanfried Seese, der alle Lehrgänge im  Schnellverfahren absolvierte, so wertvoll. Generell seien ältere Männer  und Frauen schwach vertreten, bei Einsätzen durch Besonnenheit und Ruhe  aber unersetzbar.

Zu den  erfahrensten der Truppe zählt Bernd Kraft. Es ist das “€žHelfersyndrom”,  das den 58-Jährigen an die Wehr bindet. Die Jubiläumsfeier trieb jedoch  selbst ihm Schweißperlen auf die Stirn, weil der Regen den Festaufbau  stark verzögerte. Die zunächst übersichtliche Gästezahl harrte unter den Zelten aus. Am frühen Nachmittag entspannte sich die Lage. Maria (11)  und Mareike (11) traten den Grilldienst an, Eberhard Hergt verkaufte  Eiscreme, Erhard Lenz Suppe aus der Gulaschkanone und Peter Cramer  setzte sein Kinderkarussell in Gang. Jule (6) und Justus (3) gehörten  darauf zu den ersten Gästen. Eigens zum Feuerwehrfest waren sie mit  ihrem Papa Marcus Mittelstädt (früher Kurzhals) aus der Nähe von  Nürnberg angereist. Immerhin gehörte der 31-Jährige einst selbst zur  Freiwilligen Feuerwehr Clara-Zetkin-Siedlung. Das verbindet.

Quelle: Märkische Oderzeitung

75 Jahre Feuerwehr
 

Traditionell feiern die Siedler  mit ihrer Feuerwehr einmal im Jahr ein Fest. In diesem Jahr feierte man  in der Clara-Zetkin-Siedlung aber ein besonderes Jubiläum. Die  Freiwillige Feuerwehr der Zetkin-Siedlung steht seit nunmehr 75 Jahren  bereit, um im Falle des Falles zu retten, löschen, bergen, schützen.  Zahlreiche Feuerwehrkameraden wurden anlässlich des Jubiläums  ausgezeichnet und geehrt. Lutz Landmann, erster Beigeordneter der Stadt  Eberswalde betonte die Wichtigkeit der Arbeit der Freiwilligen  Feuerwehren in der Stadt Eberswalde. Als Erinnerung an das Jubiläum wird eigens ein Barni zum Fest in Umlauf gebracht.  Damit hatten die  Freiwilligen Kameraden der Waldstadt in der vergangenen Woche zwei gute  Gründe zum Freuen.
Denn bereits am Freitag konnte das Richtfest für  die neue Wache im Schneidemühlenweg 4 gefeiert werden. Zum Jahresende  soll der Bau fertig gestellt sein.

 

Quelle: Eberswalder Blitz

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